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In dieser Stadt sieht man uns überall. Wir bevölkern die Cafes mit unseren Laptops. Wir betreiben kleine Läden, in denen wir vorne junge Mode oder minimale Möbel ausstellen. Und wenn man spätabends an den erleuchteten Fenstern unserer Ladenlokal-Büros vorbeigeht, sieht man uns immer noch Design entwerfend hinter den Rechnern sitzen. Wir sind hip, hoch qualifiziert, diffus kreativ und arm. Urbane Penner eben.

 

 

Text: Mercedes Bunz, Fotos: Rosa Merck
Zitation: Bunz, M. (2006) ‘Urbane Penner: Meine Armut kotzt mich an. in: zitty, 4, Berlin, 17–19.

Gleich ob wir unser Geld selbst verdienen oder unterstützt werden, selten haben wir im Monat mehr zur Verfügung als um die 1000 Euro. Nach Abzug von Miete, Krankenversicherung und Mobiltelefonrechnung bleibt da nicht viel. Jetzt könnte man natürlich sagen, die Armut des Urbanen Penners ist eben der Preis für den Luxus selbst bestimmter Arbeit. Nur: Luxus ist gut, in dieser Stadt haben wir dazu keine Alternative. Der Preis auf dem Markt wird auch in Berlin immer noch durch Angebot und Nachfrage bestimmt und das Angebot an Kreativen auf dem Arbeitsmarkt ist groß. Die bei der Künstlersozialkasse gemeldeten Publizisten und Künstler etwa haben sich in Berlin in den letzten fünf Jahren fast verdoppelt. Es gibt von uns zu viele, wir versauen uns die Preise. Trotzdem bleiben wir hier. Wieso leben wir eigentlich in einer Stadt, die uns nicht ernährt?

Das Dilemma der niedrigen Mieten

Als ich im letzten Herbst mit dem Ende meiner Dissertation in Kulturwissenschaft auf den freien Arbeitsmarkt ausgespuckt werde, beginne ich mit dieser Frage meinen Bekanntenkreis zu löchern. Die Standardantwort lautet: Die Lebenshaltungskosten sind in Berlin eben niedrig, vor allem die Mieten. Das ist kein Geheimnis, sondern vielmehr international bekannt. Tatsächlich sorgen die billigen Mieten dafür, dass viele Künstler, Musiker und Journalisten aus ganz Deutschland, mehr noch, aus aller Welt, in diese Stadt ziehen. Auch ein Praktikum absolviert man hier gerne. Von überall strömt kreatives Potential in die Stadt, denn hier ist es jungen Leuten möglich, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Allein der Preis für ein Ladenlokal, in dem man dann ein eigenes Büro, eine kleine Agentur oder einen Sandwichladen hochzieht, könnte man sich in anderen Städten niemals leisten. Soweit so gut, denn genau da beginnt auch das Problem des Urbanen Penners.

Zunächst ermöglichen einem die billigen Mieten, selbst zu produzieren. Man steht nicht sofort unter Erfolgsdruck. Man muss zwar irgendwie überleben, aber nicht sofort Gewinn einfahren. Es bleibt Platz, Fehler und damit seine eigenen Erfahrungen zu machen und Dinge auszuprobieren. Die Stadt schenkt einem Freiraum. Für junge Kreative ist Berlin deshalb auch ein optimales Pflaster. Frei allerdings ist dann auch der weitere unternehmerische Raum – in Berlin gibt es keine Arbeit, folglich wird wenig konsumiert. Das Urbane Pennertum ist damit vorprogrammiert, denn was soll man tun, wenn man hier ein Produkt bis zu einer gewissen Vollendung entwickelt hat? An wen soll man seine erworbene Fähigkeit verkaufen, wenn niemand Geld hat? Wo soll man seine Leistung einbringen, wenn kein Unternehmen da ist, das von einem profitieren möchte? Man kann eine noch so gute Geschäftsidee haben, wenn es auf der Konsumebene kein Geld gibt, hilft eine Ich-AG wenig. Die einzige ökonomische Option, die man in Berlin hat, ist also der Wegzug. Weg vom Versprechen dieser Stadt, Leben und Arbeit vereinen zu können. Hin zu Geld, hin zur Arbeit. Hin aber auch zu den hohen Lebenshaltungskosten der anderen Großstädte, in denen man dann wiederum nur arbeitet, um sie bezahlen zu können. Will man das? War man nicht gekommen, weil man etwas anderes wollte? Man bleibt also. Und damit ist man mitten im Dilemma der billigen Mieten gelandet: Was einen in erster Instanz dabei geholfen hat loszulegen, hält einen dann in der zweiten Instanz davon ab sich weiter zu entwickeln. Tatsächlich kommt einem manchmal genau deshalb auch der perverse Gedanke, die entspannte Situation dieser Stadt zu verwünschen. Gebt uns endlich höhere Mieten, möchte man rufen, damit wir Urbanen Penner wieder in die Gänge kommen!

Umringt von Urbanen Pennern und deren Laptops erprobe ich meine Provokation bei einem Mittagslunch an meinem besten Freund Jan, Redakteur einer Musikzeitung. „Okay, das kann man nun nicht ernsthaft wollen“, sagt Jan, „denn eigentlich ist man ja froh, dass in Berlin die Menschen ihren Lebenslauf nicht stromlinienförmig abreißen. Man ist hierher gekommen, eben weil man nicht von einem homogenen Umfeld erdrückt wird, dessen Ziel es ist, mit Mitte dreißig ein Reihenhaus geheiratet zu haben.“ Das finde ich auch, denn natürlich ist es gut, dass man in Deutschlands Stadt mit dem größten Loch in der Brieftasche, Berlin, besser leben kann – Konsum ist ja in den meisten anderen Städten oft nichts anderes als die Ersatzhandlung von Opfern, die den Frust über ihren entfremdeten, unkreativen Job durch Geldausgeben kompensieren müssen. Zugleich ist es aber eben so, dass bessere Verhältnisse nicht unbedingt die besseren Menschen machen, denn nur weil man arm ist, ist man nicht automatisch auf der richtigeren Seite. Im Gegenteil. Einige Menschen verführt das etwa dazu, nichts mehr wirklich zu wollen. Und es reicht eben nicht, glaubwürdig im eigenen Minijob zu sein. Wenn man in einem Freiraum ohne jede Herausforderung vor sich hinvegetiert, ist man in die Falle der repressiven Toleranz getappt. „Genau deshalb“, sage ich ärgerlich zu Jan, „braucht es irgendwie wieder mehr Druck dagegen. Damit die Leute gezwungen sind, endlich wieder eine Haltung einzunehmen.“ Darauf einigen wir uns nach dem Essen bei einem doppelten Espresso und gehen dann zurück hinter unsere Schreibtische, um weiter diffus kreativ zu sein. Die Urbanen Penner, die wir mit unserer angeregten Diskussion beim Arbeiten gestört haben, lassen wir im Cafe an ihren Laptops zurück. Zwei dieser Prachtexemplare sitzen sich im Bildschirmschein ihrer silbernen Laptops schweigend einander gegenüber, ein weiterer hat sich hinten in einer ruhigen Ecke platziert. Eigentlich ein Niedergang der Cafekultur: Heute bekommt man anstelle von ein wenig Erholung dort das Gefühl, man befindet sich in einem modernen Arbeitslager. Und am Wochenende folgt dann der Brunchzwang. Das sind Aussichten.

Elternabhängig

Ein paar Tage später treffe ich den Psychologen und freien Journalisten Mark Terkessidis im Mir in Kreuzberg. Das Essen ist sowohl hervorragend als auch bezahlbar und auch hier gibt es Funknetz und Internetzugang für umme. Berlin schafft es mal wieder, finanzierbare Qualität an den Start zu bringen, denn lieber ein paar schnuckelig-kreative Urbane Penner als gar keine Kunden. Junge Leute mit sorgfältig verwuschelten Haaren rauchen also hier Biotabak und besprechen am Sofa ihre neuesten Fotoarbeiten mit Kunden, die auch nicht aussehen, als ob sie ihnen mehr als einen Hungerlohn zahlen können. Mark Terkessidis und ich diskutieren, warum hier immer noch keiner gegen die prekären Arbeitsverhältnisse dieser Stadt rebelliert. Haltung eben. Dass das Einkommen in Friedrichshain oder Kreuzberg niedrig ist, kann man sich ja denken. Aber auch in Berlin-Mitte liegt das Monatshaushaltsnettoeinkommen um 1200 Euro – für einen Durchschnittswert in unserem poshen Viertel Berlin-Mitte ziemlich niedrig. Wir machen uns also folgende Gedanken: Wie kommt es, dass qualifizierte Menschen in der Blüte ihrer Jahre einen so mageren Lohn hinnehmen, ohne aufzubegehren oder zu murren? Wieso sind wir – gut ausgebildet und belastbar – bereit, ein Praktikum nach dem anderen abzureißen, ohne Geld zu verdienen? Natürlich hat man uns allen jahrelang eingeredet, unser Ausbildungssystem sei schlecht, so dass sich Studenten heutzutage entschuldigen, anstelle stolz ihre Qualifikation hochzuhalten und zu rufen: „Hey Mann, ich habe studiert – und zwar jahrelang!“ Doch trotz dieser Indoktrinierung ist es erstaunlich, dass sich niemand beschwert. Etwa bei der älteren Generation. Denn unsere Probleme sind auch das Ergebnis ihrer verfehlten Ausbildungs- und Beschäftigungspolitik und wir schieben ja sonst immer gerne Schuld in die Schuhe der anderen. „Warum“, frage ich Mark Terkessidis, „wird also nicht demonstriert, randaliert oder zumindest lauthals gemotzt? Warum bleibt ein Generationskonflikt aus?“

Der Grund ist eindeutig: In der Ökonomie des Urbanen Pennertums spielen die Eltern eine nicht unwesentliche Rolle, denn sie sind es, die ihrem Kind ein Praktikum nach dem anderen ermöglichen. „Mittlerweile ist die private Subventionierung von Gehalt bei jungen Leuten normal“, sagt Mark Terkessidis. „Die Eltern finanzieren, was die Wirtschaft oder der Staat nicht mehr bezahlen will oder kann, immer in der Hoffnung, dass sich das symbolische Kapital, das ihr Kind erwirbt, später auszahlt. Denn von dem Lohn, der für Volontariate, Assistenzen und Praktika in Verlagen, Theatern oder Agenturen bezahlt wird, kann man nicht wirklich leben.“ Die ältere Generation bügelt also das Manko von Staat und Wirtschaft mit ihrer Privatschatulle aus. Im Grunde bezahlt sie damit von ihrem Gehalt zwei Leben, nämlich ihr eigenes und das ihrer Kinder. Daher war Rebellion auch gestern, denn man beißt nicht die Hand, die einen füttert.

Auswege – zurück in die Stadt 

Wenn die Menschen in meinem Bekanntenkreis die Grenze der Dreißig überschritten haben und sich immer frustrierter überlegen, dass es mit dem Umdrehen der wenigen Euros nicht ewig so weitergehen kann, dann scheint es aus der Misere der Stadt nur ein Entkommen zu geben: Man muss vom Urbanen Penner zum Urbanen Pendler werden. Wer sich umschaut, wird feststellen, dass diese Praxis auch bei Arbeitgebern durchaus sehr beliebt ist. Münchner etwa können sich für den halben Lohn einen Berliner holen. Stuttgarter bekommen ein Hauch Großstadt frei Haus mitgeliefert. Folglich: Egal ob es bekannte Poptheoretiker, viel gelesene Universitätsprofessoren oder erfolgreiche Kunstkritikerinnen sind, egal also ob Diedrich Diederichsen, Dirk Baecker oder Isabelle Graw: alle pendeln. Bezeichnend ist das zunächst erstmal vor allem dafür, wie sehr die Stadt an ihrem kreativen Humankapital hängt. Nämlich wenig. In anderen Städten wird gerne über Auftragsvergabe versucht, sein Potential gezielt an die Stadt zu binden, hier hat der Senat in den letzten Jahren immerhin die lebendige Szene als „Kulturwirtschaft“ für sich entdeckt. Wobei in dieser „Kulturwirtschaft“ des Senats irgendwie alles durcheinander fällt:
Buch- und Presseverlage mit IT- und Softwarefirmen, Musikwirtschaft mit Kunstmarkt, die Werbung und die Architektur mit der Film- und Fernsehbranche und der Mode etc. pp. Weil da keiner eine auch noch so kleine Gemeinsamkeit feststellen kann, erfolgt das Verständnis dieser „Kulturwirtschaft“ zwangsweise aus ökonomischem Blickwinkel. Der Senat blickt also auf Unternehmen, Umsatz und Zuwachsraten. Im Fokus steht, wer mit Arbeitsplätzen winken kann. Der Urbane Penner kann dagegen höchstens mit seiner Arbeitslosigkeit drohen. Als Fußvolk dieser Kulturwirtschaft können wir von einer solchen Initiative also wenig profitieren, sie geht mehr oder weniger an uns vorbei. Aber in Berlin hat es ja seit jeher Tradition, das Potential der kleinen Leute zugunsten des falschen Traums des bürgerlichen Establishments zu verkennen. Auch darüber muss geredet werden.

Mein nächstes Gespräch habe ich am Abend im Hackbarths in Mitte. Wer sich noch daran erinnert: Früher war man sich nicht sicher, was man von dem Laden halten sollte, denn das Hackbarths war in den Neunzigern dort die Speerspitze der Gentrifizierung. Das einzige legale Cafe in einer verfallenen Post-Ost-Umgebung, deren leer stehende Häuser man mit Kunstprojekten und Dienstagsbars zwischennutzte. Das war gestern – heute gibt es in den Hackeschen Höfen professionelles Amüsement zwischen Starbucks und Programmkino und das Hackbarths ist nur noch ein kleiner verlebter Laden in einer Seitenstraße. Es gibt dort kein Funknetz, also auch keine Laptops und also auch keine Urbanen Penner. Dafür kann man hervorragend in Ruhe Zeitung lesen. Genau dort treffe ich Ariane Müller, Herausgeberin der Kunstzeitung Starship, die ebenfalls in Berlin lebt, aber – wie könnte es anders sein – woanders arbeitet, nämlich in Wien. Dort vernetzt sie für die Stadt im Rahmen eines internationalen Uno-Programms kommunales Wissen rund um das Thema Stadtorganisation. „Berlin“, sagt Ariane Müller, „ist auch heute immer noch proletarisch, man kann jedoch sehen, wie die Stadt konstant in eine bürgerliche Stadt umdefiniert werden soll. Bild und Realität klaffen dabei jedoch meilenweit auseinander und weil sie nicht ins Bild passt, wird die Berliner Bevölkerung behandelt, als wären es unzufriedene marodierende Fremde, die rein zufällig hier wohnen.“ Umgehend finden wir dafür Beispiele, etwa: Verkehrsbetriebe anderer Städte verweisen in ihrer Werbung gerne auf komfortable, sichere und schnelle Beförderung. Die BVG dagegen adressiert in ihrer Werbekampagne die Berliner Bürger als schlecht erzogene Kinder und ermahnt sie, nicht auf dem Bahnsteig zu rauchen. Schmackhaft macht man die eigene Dienstleistung wenn dann nicht den eigenen Bürgern, sondern den Touristen, indem man ihnen die Anfahrt verschiedenster Sehenswürdigkeiten anpreist.

Arm, aber sexy

Überhaupt, der Tourismus. Er ist der einzige Wirtschaftszweig, der in Berlin boomt, schon seit Jahren und kontinuierlich. Anders als nach London oder Paris kommt man nach Berlin jedoch nicht, um einzukaufen. Man kommt, um die vorhandene Berliner Stadtkultur zu durchstreifen. Und um sich zu amüsieren. Tatsächlich hat Berlin kulturell gesehen eine atemberaubende Infrastruktur. Und die verdankt es uns. Den Urbanen Pennern. Egal ob es Clubs, Cafes, Restaurants, Galerien, Film, Konzerte oder Theater sind, egal ob junge Mode, Streetart oder elektronische Musik, in Berlin kann man was sehen und man kann sich amüsieren. Überhaupt: Man sollte mal versuchen, in irgendeiner anderen europäischen Großstadt auszugehen. In London oder Paris zahlt man schon für den Eintritt in einen Club soviel, wie man in Berlin an einem ganzen Abend verbraucht. In Berlin kann man leben. Bis auf unseren Bürgermeister, der neulich proklamierte, Berlin sei arm, aber sexy, hat das jedoch niemand begriffen. Tatsächlich wird man von der Stadt nicht ernst genommen, sondern behandelt, als wäre man eine bezuschusste Subventionswirtschaft. Dabei tragen wir mit unserer kleinteiligen Wirtschaft sicher mehr zum Bruttosozialprodukt bei, als andere. Berlin schielt jedoch immer nach Großprojekten, weshalb das eigene Potential konsequent verkannt wird. Selbst wenn es groß ist. Ein Beispiel? Von der Loveparade kann man sicher halten, was man will, aber dass die Stadt damit frei Haus Millionen von jungen Leuten anlockte und international für sich werben konnte, das zählte nicht. Man stritt lieber über den Müll, den die Raver machten. Bei der Fanmeile der Fußballweltmeisterschaft redet davon – das ist doch irgendwie komisch – dann niemand mehr. Andere europäische Städte haben dagegen das Potential des Urbanen Pennertums schon lange begriffen. Die Stadt Barcelona etwa unterstützte während des Irakkrieges ihr Image als Demonstrationszentrum von Friedensaktivitäten und gab das Drucken von Plakaten in Auftrag, auf denen „Pace“ stand. Auch Demonstranten sind Konsumenten. Ganz einfach. In Berlin dagegen hat noch keiner den Wert dieser urbanen Kultur wirklich begriffen und oft glaube ich sogar, wir wissen selber nicht so genau, was wir da fabriziert haben. Klar ist aber: Weder die kulturelle Vielfalt noch ihre Erschwinglichkeit sind in dieser Stadt einfach so entstanden. Sie werden hergestellt.

Der Urbane Penner produziert diese Kultur, von der alle etwas haben, und er investiert in sie mit seinem niedrigen Lebensstandard. Der Urbane Penner ist der Grund dafür, dass wir alle nicht unter Bedingungen leben müssen, wie sie in London oder Paris herrschen. Das verdankt Berlin ihm. Wegen ihm haben wir gute Clubs, hervorragende Restaurants und einfallsreiche Modedesigner, die alle bezahlen können. Wegen ihm können wir es uns in dieser Stadt leisten, mit wenig zu leben. Das hat weit reichende Folgen für alle: Denn weil wir diese Möglichkeit haben, ist das Älterwerden in Berlin nicht zwangsweise von Besitzkonkurrenz im Sinne von „mein Auto“, „mein Haus“, „mein Boot“ geprägt. Anders als in vielen anderen großen Städten werden die Leute hier von keinem unterschwelligen normativen Konsumzwang in Berufe abgedrängt, die sie nicht interessieren. Was gut ist. Nur ein Problem gibt es dabei, das eben bleibt: Diese Situation ist nicht entstanden, weil man eine Wahl gehabt hätte. Es gibt zu ihr derzeit keine Alternative.

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